iCT (256-Zeilen)

Schneller drehen mehr sehen: Hochleistungs-Computertomograph von Philips bietet neue Möglichkeiten in der Diagnostik  
 

Im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn wurde jetzt der weltschnellste Hochleistungs-Computertomograph in Betrieb genommen. Das moderne System führt einen Herz-Scan schnell, hochauflösend und mit 80% weniger Röntgenstrahlung durch. Die Bilder des neuen 256-Zeilen Brilliance iCT Scanners von Philips sind gestochen scharf und eröffnen den Bonner Medizinern neue Möglichkeiten in der Diagnose, Behandlung und Erforschung ernster Herz- und Gefäßerkrankungen.   tl_files/bilder/CT/HerzCT.jpg

Die Bildgebung in der Radiologie wird vor immer neue Herausforderungen gestellt. Untersuchungen müssen immer schneller und einfacher durchzuführen sein – besonders wichtig ist das für Patienten mit Mehrfachverletzungen oder akuten Herz-Erkrankungen. Dabei gilt es grundsätzlich, dass der Patient der geringst möglichen Strahlendosis ausgesetzt ist. Im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn befindet sich nun einer dieser Super-Scanner im Einsatz. 

„Der 256-Zeiler gilt für uns quasi als Kardio-Scanner“, kommentiert PD Dr. Jochen Textor, Chefarzt der Radiologie im Gemeinschaftskrankenhaus eines der zukünftigen Haupteinsatzgebiete des iCT. „Für die Qualität der Untersuchungsergebnisse ist die Messgeschwindigkeit und die Höhe der Auflösung gleich wichtig. Nur aus diesen beiden Komponenten kann man eine schnelle und zuverlässige Diagnose ableiten.“
Da das Herz sich während der Untersuchung immer bewegt, wurde in der Vergangenheit mit Hilfe einer EKG-Ableitung der Scan in der „ruhigsten“ Phase durchgeführt. Verwackelungen (Bewegungs-Artefakte) auf den Aufnahmen konnten so vermieden werden.
Mittlerweile ist die Bildakquisition des Herzens so schnell, dass selbst bei hoher Herzfrequenz gute klinische Ergebnisse mit niedrigst möglicher Dosis erzielt werden. Im Notfall kann während eines Ganzkörper-Scans das Herz auch ohne EKG-Triggerung dargestellt werden. Bisher nicht sichtbare Details der Herzkranzgefäße können in Zukunft präzise dargestellt werden und es wird zukünftig sogar möglich sein, auch Durchblutungsphasen des Herzmuskelgewebes zu erkennen. Dabei ist bei dem Brilliance iCT Scanner die Strahlenbelastung für die Patienten um bis zu 80 Prozent geringer als bei Systemen, die heute im Einsatz sind. Möglich ist das unter anderem durch die hohe Geschwindigkeit des Geräts, aufgrund derer der Patient der Röntgenstrahlung nun deutlich kürzer ausgesetzt ist, und dem besonders empfindlichen Detektor, der die Bilddaten besser aufnehmen und dosissparender verarbeiten kann.   CT-Angiographie

Um den wachsenden klinischen Anforderungen gerecht zu werden, mussten die Ingenieure von Philips eine vollkommen veränderte CT-Plattform entwickeln. Diese beinhaltet eine neuartige Röntgenröhre, einen speziell entwickelten Detektor und eine weltweit einzigartige Luftlagerungstechnik für die bildgebenden Komponenten, die um den Patienten rotieren. „Die von uns speziell entwickelte Lagerungstechnik kann man mit einem Luftkissenboot vergleichen. Nur sie macht es möglich, dass die Tonnen schwere Gantry vier mal pro Sekunde um den Patienten rotieren kann,“ erklärt Dr. Gerald Poetzsch, Leiter der Businessline CT bei Philips eines der Technologie-Highlights. „Die Fliehkräfte, die dabei entstehen und auf die einzelnen Komponenten wirken, sind ebenfalls riesig. Aus einer Tonne Gewicht werden bei dieser hohen Rotationsgeschwindigkeit 35 – das ist soviel wie ein großer LKW.“ Dank der Kombination dieser neuen Technologie-Entwicklungen können nun detaillierte und klare Bilder eines ganzen Organs innerhalb kürzester Zeit geliefert werden, einschließlich des Herzens und des Gehirns, und auch langfristige Veränderungen können frühzeitig aufgezeigt werden.  

Über die besonderen Anforderungen des Herzens hinaus wird der iCT im Gemeinschaftskrankenhaus zukünftig auch für andere klinische Fragestellungen an anderen Organen eingesetzt. „ Die Kombination aus Morphologie, angiographischer, dynamischer und funktioneller Bildgebung stoßen uns Türen auf", so Chefarzt PD Dr. Textor.