Warum Herz-MRT?
Durch die rasante Entwicklung der Technik in den letzten Jahren, ist es heute möglich, mit Hilfe der Magnetresonanztomographie, das Herz mit einer ausgezeichneten Bildqualität darzustellen. Das Gerät erzeugt „Standbilder“ und bewegte Bilder des Herzens mit einer hervorragenden Detailgenauigkeit.
Besonders zum Nachweis von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels bei Belastung und zur genauen Unterscheidung von geschädigten und noch gesunden Herzmuskelzellen nach einem Herzinfarkt, hat die Methode einen festen Platz in der Diagnostik von Herzerkrankungen eingenommen. Es ist ein ungefährliches Verfahren, da keinerlei Röntgen- oder radioaktive Strahlen benötigt werden.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Abhängig von der genauen Fragestellung, wird für jeden Patienten eine individuelle Untersuchungsstrategie festgelegt. In der Regel dauert eine Untersuchung 30 - 60 Minuten.
Sie müssen für die Untersuchungen nicht nüchtern bleiben.
Im Untersuchungsraum legen Sie sich auf den verschiebbaren Untersuchungstisch. Es werden EKG-Elektroden angelegt, auf den Brustkorb wird eine sog. Empfängerspule gelegt. Über diese Messspule wird dem Körper keine Energie zugeführt, sondern Sie dient zum besseren Empfang der Resonanzsignale.
Während der einzelnen Untersuchungssequenzen hören Sie ein klopfendes Geräusch, während dieser Zeit sollten Sie so ruhig wie möglich liegen, um verzerrte oder unscharfe Aufnahmen zu vermeiden.
Sie werden wiederholt aufgefordert, für einige Untersuchungsgänge die Luft anzuhalten, Ihre Mitarbeit ist für die Bildqualität mit entscheidend.
Bei vielen Untersuchungen ist es notwenig, Ihnen während der Untersuchung ein Kontrastmittel über eine Armvene zu spritzen. Das Kontrastmittel ist eine ungefährliche Substanz, von der Sie in der Regel nichts spüren, einige Menschen bemerken beim Einspritzen einen metallischen Geschmack.
Über eine Gegensprechanlage und das Fenster zum Bedienpult stehen Sie in Blick- und Hörkontakt zum Personal.
Infarkt ja oder nein?
Die MRT ist heutzutage das genaueste Verfahren um einen stattgehabten Herzinfarkt (auch so genannte „stumme“ Infarkte) nachzuweisen und dessen Ausdehnung zu bestimmen.
Die Herzabschnitte, in denen ein Infarkt stattgefunden hat, haben die Eigenschaft, das schon erwähnte Kontrastmittel länger als gesundes Herzmuskelgewebe zu binden. Um einen Infarkt nachzuweisen bzw. auszuschließen muss man daher ca. 10 Minuten nach der Injektion des Kontrastmittels warten, bevor man die entsprechende Messung durchführen kann.
Belastungsuntersuchung - die Stress-MRT
Innerhalb des MR-Gerätes ist es aus technischen Gründen nicht möglich, eine körperliche Belastung wie z.B. beim Fahrrad-Belastungs-EKG durchzuführen.
Um die Durchblutung des Herzens bei körperlicher Belastung zu simulieren, wird Ihnen während der Untersuchung über einige Minuten ein Medikament injiziert.
Während dieser „Belastung“ werden Sie von unserem ärztlichen Team engmaschig überwacht. Die Besonderheiten dieser Untersuchung (Wirkungen und Nebenwirkungen der Medikamente, genauer Ablauf) wird Ihnen der untersuchende Arzt erklären.
Um die Wirkung der Medikamente nicht zu beeinflussen, sollten Sie 24 Stunden vor der „Stress“-Untersuchung keinen Tee oder koffeinhaltige Getränke trinken und keine Schokolade essen.
Wann erhalte ich das Ergebnis der Untersuchung?
Die Beurteilung der Aufnahmen erfolgt durch ein Team aus kardiologisch erfahrenen Radiologen und MRT-erfahrenen Kardiologen.
Wenn möglich erhalten Sie im Anschluss an die Untersuchung bereits einen endgültigen schriftlichen Befund, bei den meisten Untersuchungen ist es jedoch notwendig, eine spezielle Computerauswertung durchzuführen, die einige Zeit in Anspruch nehmen kann. In diesen Fällen übermitteln wir den fertigen Befund so schnell wie möglich an Sie oder den überweisenden Arzt.